Zürich, Bethanien; 1917 und 2025 – Histopics-0271

Die Klinik Bethanien in Zürich wurde ursprünglich von Diakonissen geführt, die sich im Sinne des protestantischen Glaubens der Pflege von Kranken widmeten. Der Diakonieverein Bethanien wurde 1874 von der evangelisch-methodistischen Kirche gegründet, um Frauen für den Dienst an Kranken und Armen auszubilden. Ab 1887 waren Diakonissen auch in Zürich tätig, zunächst in einer kleinen Wohnung, später im eigenen Mutterhaus mit Spital an der Toblerstrasse, das 1912 eröffnet wurde. Die Diakonissen lebten in Gemeinschaft und übernahmen Pflege und Leitung im Spital. Während der Weltkriege kam es zu personellen Engpässen, da auch Diakonissen für den Sanitätsdienst mobilisiert wurden. In der Nachkriegszeit wurden die Arbeitsbedingungen langsam verbessert, doch der Beruf blieb lange religiös geprägt. Aufgrund des Personalmangels setzte man zunehmend auch weltliches Personal ein. Heute ist die Klinik eine moderne Privatklinik ohne Diakonissenbetrieb, gehört dem Swiss Medical Network und ist weiterhin in Betrieb. (Cyrill H. 5e)

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