Solothurn, Dribischrüz (Kapelle); 1892 und 2026 – Histopics-2652

Die Dreibeinskreuzkapelle („Dribischrüz“-Kapelle) geht in ihrer gegenwärtigen Gestalt auf einen 1504 errichteten Bau zurück, der 1692-1693 sowie 1702 erneuert wurde. Einer spätmittelalterlichen Legende zufolge markiert sie die Stelle einer – archäologisch nicht nachweisbaren – Aarebrücke, an der die Thebäerlegionäre Urs und Viktor (die Solothurner Stadtheiligen) an der Seite ihrer Gefährten den Märtyrertod erlitten haben sollen. Der Name „Drübeinskreuz“ ist ab 1408 aktenkundig. Ab 1704 diente die Kapelle einer Bruderschaft, die zu Ehren Mariens sowie der Stadtpatrone Urs und Viktor neu ins Leben gerufen worden war. 1628 entstand bei der Kapelle ein Friedhof, der bis zu seiner Schliessung 1886 in erster Linie der Bestattung der im nahen Bürgerspital Verstorbenen diente (Die Kunstdenkmäler des Kt. Solothurn Bd. 4, Die Stadt Solothurn Bd. 3, Bern 2017 [Die Kunstdenkmäler der Schweiz Bd. 134], S. 274-285). (G. Modestin, 27.4.2026)

Der präzise Standort der Bildaufnahme:

Histopics-2652 und weitere Resultate auf der HistoSwissMap

 

 

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