Solothurn, Denkmal für Jakob Roth; 1938 und 2026 – Histopics-2749

Der Bellacher Jakob Roth (1798-1863) wurde nach seiner Priesterweihe im Jahr 1821 Lehrer an der städtischen Schule in Solothurn, wo er sich von den Methoden des Freiburger Reformpädagogen Jean-Baptiste (Grégoire) Girard (1765-1850) anregen liess. Während der Regenerationszeit unterstand Roth ab 1834 dank der neu geschaffenen Stelle eines „Oberlehrers“ (so auch die Widmungsinschrift auf dem Denkmal) die kantonale Lehrerbildung. Aus anfangs sechswöchigen Kursen entwickelte sich 1852 das Lehrerseminar. Der auch botanisch Tätige verstarb 1863 als Kaplan in Oberdorf SO. Die Idee eines Denkmals wurde seit den 1870er-Jahren konkret verfolgt; schliesslich wurde der Bildhauer Richard Kissling (1848-1919), u. a. künftiger Schöpfer des Tell-Denkmals in Altdorf (1895), mit der Ausführung betraut. Die Einweihung fand am 13. September 1884 statt (Die Kunstdenkmäler des Kt. Solothurn Bd. 1, Die Stadt Solothurn Bd. 1, Basel 1994 [Die Kunstdenkmäler der Schweiz Bd. 86], S. 265-266). (G. Modestin, 09.5.2026)

Der präzise Standort der Bildaufnahme:

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